Über die Rezepte

Es gibt viele Seiten im Internet bzw. Bücher und Artikel (offline) über Rezepte und wie man Essen zubereitet. Es wird doch leider meist hoch wissenschaftlich formuliert beschrieben, was man alles für das Rezept benötigt und wie es zu kochen sei. Ich denke dann immer: oh oh, was soll das! Muss das sein?! Mich nervt es zudem, wenn dort teure Zutaten stehen, die ich einmal in meinem Leben für ein am Ende mies schmeckendes Gericht kaufe. Ich frage mich dann immer, warum können die das nicht einfach einfach schreiben. Es soll doch jeder schnell und einfach zubereiten!

Dies ist mein Blog und so mache ich die Rezepte so (!) wie ich es möchte und wie ich meine Gerichte gern koche: einfach, kreativ, lecker.

Ich hege dabei die Annahme, dass das, was ich kochen kann, jeder ebenso kochen kann! Und dabei bin ich der Meinung, dass wir jeder einen anderen Geschmack haben. Deshalb sollten Rezepte immer ein Stück weit eine persönliche Note haben. Ähm, ja – was meine ich damit? Ganz einfach: Du sollst Du selbst sein und entscheiden, wie viel Salz oder Gewürz bei dem Rezept verwendet werden sollen. Die Menge hängt von Deinem Hunger ab. Ich gebe Dir also nur grobe Vorgaben, die Du dann selbst nach Deinem Geschmack umsetzen kannst. Keine Sorge oder Angst, das klappt schon!

Aber auch die Mengen für die Zutaten müssen nicht so penibel genau genommen werden (wie es uns die Kochbuch-Wissenschaftler glauben lassen). Ich werde einfache grobe Maßeinheiten angeben, die man mit der üblichen Küchen- bzw. Haushaltsausstattung umsetzen kann. Ich denke, Du wirst einen Tee- und Esslöffel Dein Eigen nennen und eine übliche Tasse (für Tee/Kaffee) im Schrank haben. Wie viel eine Handvoll ist, dürfte auch nicht so schwer fallen, abzuschätzen. Die Küchenwaage wird übrigens völlig überschätzt – ich brauche sie nicht! Nun ist es beim Kochen wichtig, was man alles bei einem Gericht an Zutaten ins Rennen wirft. Auch hier mag ich die Kochbuch-Wissenschaftler nicht, die Gramm genau die Zutaten aufführen. Hej, es soll jeden Tag neu, lecker und kreativ schmecken. Wir wollen Spaß haben: beim Einkauf, bei der Zubereitung und natürlich beim Essen!
Das schöne am vegetarischen und veganen Essen ist, dass man vieles nach eigenem Belieben variieren kann. Experimentiere und probiere vieles aus. Also, nur Mut und lass Deiner Kreativität etwas mehr Spielraum!

Ok. Und was bedeutet das für die Rezepte hier im Blog?
Na, ich gebe grobe Vorgaben, was ich bei dem Rezept verwende und sei Dir sicher, dass es mit meinen Zutaten schmeckt. Es ist aber natürlich machbar, dass Du z.B. bei einem meiner Gerichte die Selleriestücken in der Pfanne durch Süßkartoffeln oder Kürbis austauscht oder mehreres ergänzend zusammen wirfst…

Bei den Blog-Beiträgen kannst Du unten Kommentare schreiben. Ich würde mich sehr freuen, wenn Du da Deine Erfahrungen hin schreibst oder auch, wie Du das Rezept kreativ verändert hast. Wenn es Dir schmeckt, wird es anderen (und mir) auch schmecken. Essen ist eine der wichtigsten Dinge im Leben, die Spaß machen sollen. Essen ist schon seit der frühen Menschheitsgeschichte eine gemeinschaftsbildende Maßnahme. Wer auf einer Demo bei der Schnippel-Disko die Zutaten für den großen Gemüseeintopf mit geschnippelt hat, weiß genau, was ich sagen will!

Wie schon im Titel des Blogs, erhebe ich für mich den Anspruch, dass ich vegan kochen möchte. Das klappt nicht immer und wenn ich mal mit Freunden oder Bekannten Essen gehe, bietet (leider) nicht jedes gute Restaurant Veggy-Gerichte an. So mag in der Soße auch mal Kuhmilch sein oder es gibt etwas Fisch oder auch mal überbackenen Käse. Sei dann kein Spielverderber! Die Welt geht nicht von ein paar Scheiben Käse, etwas Gehacktem in der Sauce oder einem Schuss Kuhmilch unter. Wir ändern die Welt, wenn wir dem Restaurant und unseren Mitmenschen immer wieder aufzeigen und erklären, dass es immer mehr Menschen gibt, die den Anspruch haben bewusst, vegetarisch oder gar vegan zu Essen. Nur wenn wir das ansprechen, kann der Wirt diesen Anspruch aufgreifen und irgendwann akzeptieren.

Richtig klasse finde ich ein Lokal, dass reguläre Gerichte mit einem kleinen Aufpreis veganisiert anbietet. Ich habe das verstärkte Gefühl, dass dies ein neuer Trend ist, so wie in immer mehr Speisekarten die Gerichte nach „vegetarisch“ und teilweise sogar „vegan“ gekennzeichnet werden. Wenn Du mal auf so ein Lokal mit so einer Speisekarte triffst, so sei so gut und lobe die Bedienung bzw. den Eigentümer! Die sollen doch wissen, dass sie etwas richtig gut gemacht haben. Meckert nicht immer, sondern finde auch lobende Worten…

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